Verdammt noch mal - Fluch und Segen zugleich


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Verdammt noch mal

Einfach mal nach Herzenslust fluchen - das kann befreiend wirken. Jeder hat schon einmal "Verdammt noch mal!" laut ausgerufen, wenn etwas nicht so gelingen wollte, wie es eigentlich sollte. Und dennoch - hinterher fühlt man sich oft schuldig, wurde einem doch in der Kindheit über viele Jahre hinweg eingetrichtert, dass man nicht fluchen oder schimpfen sollte.

 

Warum ist Fluchen trotzdem sinnvoll?

Ob nun der Ausruf "Scheiße", "Verdammt noch mal!" oder "Himmel, Arsch und Zwirn" verwendet wird, spielt keine Rolle. Ziel dieser Flüche, die man gerne vor sich hin murmelt, wenn das Essen wieder angebrannt ist, das Auto mal wieder nicht anspringt oder erneut ein Glas gen Boden gesegelt und zersplittert ist, ist es, einfach mal Dampf abzulassen. Wer sich über etwas aufregt, braucht ein Ventil und das kann eben der Fluch "Verdammt noch mal!" sein, da dieser den Ärger verdeutlicht, aber ihn nicht an einem unbeteiligten Dritten auslässt.

Mit der Befreiung des Fluchens und Schimpfens kommt dann auch wieder die Ruhe, man kann der Lage wieder Herr werden und sich beruhigen. Insgesamt kommt das Fluchen und Schimpfen also einer Heilung des eigenen Selbst gleich, mit dem man sich abregen kann, um sein Leben dann wieder in die Hand zu nehmen, wie gewohnt.

 

Fluchen ist nicht Verfluchen

Unterscheiden muss man allerdings zwischen dem Fluchen und dem Verfluchen. Der Ausspruch "Verdammt noch mal!" gilt zwar gemeingängig als Fluch, den man ausspricht, hat aber nichts mit dem rituellen Fluch zu tun. Dieser wird oft nicht laut ausgesprochen und hat das Ziel, der verfluchten Person einen Schaden zuzufügen. Meist müssen dabei noch weitere Rituale durchgeführt werden. Ob dann tatsächlich etwas passiert oder nicht, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Mit einem "Verdammt noch mal!" wird man aber über niemanden einen wirksamen Fluch bringen, sondern sich lediglich selbst abreagieren können.